Bild 1
Bild
2
Bild 1 und 2 :
Wölbklappe, Quer - und Höhenruder sind
mit Scharnierband spaltfrei verbunden. Verwendet wurde dafür das
Innenrohr
der Plastikbowdenzüge, die in cá 30mm Stücke
geschnitten
und auf einem passend langen 0,8mm Federstahldraht aufgeschoben
wurden.
Wechselweise wurden diese Röhrchen dann mit Sekundenkleber an den
jeweiligen feststehendem und beweglichem Teil angeheftet und
nachdem
der Stahldraht herausgezogen war, alle Stücke mit einem Hartkleber
ausreichend verklebt. Für eine gute Beweglichkeit müssen
Aussparungen
in den jeweiligen Lücken gemacht werden, zumal die Bespannung
nochmals
aufträgt. Die so erreichte Festigkeit hält allen Belastungen
stand.
Die Bespannung ist nach alter Vätersitte mit Dralon und Spannlack
aufgebracht und als Farbanstrich 2K-Lack.
Bild 3
Bild
4
Bild 3 und 4 :
Das HLW wird mit zwei M4 Stahlschrauben am
Rumpf
befestigt und mit einer Gabel aus 2mm Federstahldraht, über eine
am
Boden des Rumpfes befestigte und gelagerte Anlenkung gesteuert. Das
Powerservo
dafür befindet sich in der Rumpfnase und betätigt die
Anlenkung
über eine GFK-Schubstange. Um Schwingungen zu vermeiden ist das
Rohr
in der Mitte einmal abgefangen. Das Seitenruder wird über
Fesselfluglitze
und ebenfalls von einem im vorderen Rumpfteil befindlichen starken
kugelgelagerten
Metallgetriebeservo angesteuert. Bedingt durch große Hebelarme
ist
ein fast spielfreies Anlenken möglich. Ein wesentlicher Faktor
aber
ist, daß die Übertragungskräfte, die an den
Löchern
der Gabelköpfe wirksam sind ebenfalls verringert werden, wodurch
sie
einen geringeren Verschleiß erfahren und länger spielarm
bleiben.
Bild 5
Bild 5:
Hier, an der unteren rechten Fläche sind
die großen Anlenksegmente aus Alu-Hart gut erkennbar. Die Hutzen
sind aus einem Stück Installationsrohr der Elektriker gefertigt.
Es
besteht aus einem ABS - Kunststoff und läßt sich
hervorragend
thermisch formen und mit fast allen Hartklebern anbringen. Die
Revisionsöffnungen
sind für den Zugang der Umlenksegmente angebracht. Für die
Servos
sind die Schächte unter der Flächenauflage zum Rumpf
angebracht.
Es gibt hierfür einige Gründe, nämlich Masse
möglichst
zum Schwerpunkt bringen. Der Hauptgrund aber ist, daß
Großmodelle
bedingt auch große Querruder haben. Diese wiederum erzeugen auch
große Momente auf die Servos, vor allem bei den Landungen
am
Hang. Der Verschleiß der Schaltsterne und Scheiben wäre
groß
und auch die kleinen Achsen der Metallgetriebe schlagen im
Kunststoffgehäuse
aus und das beste spielfreie Servo ist trotz Kugellager und
Metallgetriebe
nicht mehr spielfrei. Aus diesem Grund wurden die Servos im Bereich des
Flächenanschlusses eingebaut und die Querruder wie auch Klappen
über
1,5mm Stahldrähte in einem Bowdenzugrohr geführt angelenkt.
Die
Stahldrähte mit einem Silikonfett eingefettet, gelangen die
harten,
kurzen Stöße nur noch stark gedämpft zu den Servos,
zumal
das Massenträgheitsmoment des langen Stahldrahtes sich
zusätzlich
positiv auswirkt. Dagegen werden die langsameren Bewegungen der Servos
fast verlustlos den Rudern zugeführt. Ich kann deshalb immer noch
nicht nachvollziehen, warum bei Großmodellen immer noch extrem
schnelle
Servos eingebaut werden, die natürlich auch extrem hohe
Ströme,
wenn auch nur kurzzeitig der Versorgungsspannung abverlangen.
Bild 6
Bild 6 :
An den unteren Flächenenden sind
Anschlußbuchsen
und Gewinde mit Befestigungsschrauben zur Anbringung von Rauchpatronen
angebracht. Die Patronen werden über einen Kanal vom Sender zum
Empfänger
und über in der Fläche verlegte Drähte zu den Buchsen
und
den angeschlossenen Heizdraht gezündet. (Ein Servo schaltet einen
Mikroschalter und der volle Akkuspannung zur Zündung.).
Bild 7
Bild 7
Die Kufe besteht aus einer alten Moosgummimatte,
mehrfach mit Silikon verklebt, um die nötige Dicke zu erreichen
und
einer zurechtgeschnittenen 3mm starken DURAL - Schiene, die
ebenfalls
mit Silikon auf das Moosgummi geklebt wurde hergestellt und mit Silikon
am Rumpf angebracht. Fertig verklebt läßt sich alles am
Bandschleifer
auf die passende Form verschleifen. Zur Verklebung eignen sich auch
hervorragend
die auf PU-Basis bestehenden, im Baumarkt erhältlichen Produkte.
Bei
dem Original besteht die Kufe aus Alu-Hart beschlagenem Eschenholz und
ist mit grauer gummibezogener Leinwand verkleidet. Am Modell wurde das
schwarze Moosgummi mit grauer Gummifarbe überstrichen. Bis heute
ist
alles noch gut erhalten, obwohl die Landungen am Hang bekanntlich oft
sehr
hart ausfallen können. Das Rad liegt etwas hinter dem Schwerpunkt,
so daß beim Schleppstart etwas Höhe gegeben werden
muß,
da die Kufe sonst zu stark bremst. Sowie die Maschine frei ist, wird
die
Höhe sofort wieder weggenommen. (Vielleicht hätte ich besser
die Kupplung unterhalb des Rumpfes angebracht, was eine Anhebung des
Rumpfes
bewirkt aber bekanntlich ist man im Nachhinein klüger). Auch hier
wieder das Außergewöhnliche bei der Lo100. Das Rad hat 80mm
Durchmesser und eine verstärkte Felge. Hergestellt durch zwei 2mm
starke Alu-Scheiben die beidseitig mit drei M3 -
Senkkopfschrauben
zur Kunststoffelge zusätzlich miteinander verschraubt wurden.
Ausgebuchst
mit einem 5mm Messingrohr (4mm lichte Weite) ist eine langlebige
Lagerung gewährleistet. Der Hohlraum des Gummis wurde mit Silikon
durch 3 Löcher ausgefüllt. So besitzt das Rad auch bei
extremen
Belastungen eine große Haltbarkeit. Die Radkammer wurde über
ein zur besseren Trennung PVC-Haushaltsfolie überzogenen,
größeren
Rad aus GFK lamelliert, wobei die Halterung für die Achse mit
eingearbeitet
wurden.
Bild 8
Bild 8:
Ein kurzer Blick in das Innere unter der Haube.
Zu sehen ist das Höhenruderservo mit Stoßstange und das
Seitenruderservo
mit den Zugseilen. Die Ladebuchse ist auch noch erkennbar und das
Servokabel
zum Servo für die Schleppkupplung. Die grauen Kabel sind
abgeschirmte
Leitungen zu den Buchsen der Flächenservos. Die Flächen
sind mit zwei übereinander (hochkant) angeordneten 2x12mm
Flachstählen
verbunden, wobei die Messingtaschen für die Stähle
miteinander
weich verlötet sind und zwischen den Längsgurten mit
Sperrholz
Epoxydharz und Glasgewebe eingeharzt sind. Ein 4mm Rundstahl ist
zur
Fixierung beider Flächenhälften im hinteren Profilbereich
zuständig.
Die Messingrohre dafür wurden zwischen den Hilfsgurten wie eben
beschrieben
eingeharzt. Die verbundenen Flächen werden mit vier M6
Stahlschrauben
die durch DURAL-Laschen zusammengehalten werden auf dem Dom des Rumpfes
aufgeschraubt. Heute würde ich warscheinlich anstatt Flachstahl
Rundstahl
oder ein DURAL-Rohr oder Rund-GFK oder Rund-CFK verwenden, obwohl die
Flachstahlverbindung
bisher sich bewährt hat, nur das zusammenstecken der
Flächenhälften
ist etwas umständlich.
Bild 9
Bild 9:
Das Modell bereit für einen F-Schlepp. Ein
wenig erkennbar die negative EWD, worauf
im Bericht "Lo100" hingewiesen wurde. Die Farbgebung ist die
alte
Wasserkord - Lackierung, Hellelfenbein (RAL 1015) und Signalrot (RAL
3000).
Übrigens, die Originalmaschine ist vor Jahren restauriert und neu
lackiert worden, nachdem sie aus der Deckenaufhängung , im Hangar
heruntergefallen war. Danach wurde das Hellelfelbein in Weiß
geändert.
Alles Rote ist geblieben. Als ich sie das letzte Mal sah hatte sie sehr
viel Reklameaufschriften dazubekommen, mir tat es etwas weh. Es gibt
halt
nichts was sich nicht modernisieren läßt, auch einen Oldi,
nur
die Flugleistung ist wie sie schon 1956 war geblieben.
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Hier einige
Bilder meiner Lo100 M 1:3
6 x meine Lo-100 (1978 gebaut)
Meine
Große, 1:3 mit meiner später gebauten Kleinen, 1:4,5 (deren
GFK-Rumpf ist von U. Gewalt)
Hier meine Lo
150, 1:3
Nachtrag am 05. 05. 2010 Hg